Arbeitskreis Hürther Geschichte

 

Bei seiner Gründungsversammlung am 27. April 1994 umrissen die anwesenden Mitglieder als Arbeitsprogramm die folgenden Aufgaben und Tätigkeitsfelder: 

Erfahrungsaustausch, Absprache, Hilfestellung und Beratung bei der
Erforschung  und Darstellung der Hürther Stadtgeschichte 

Durchführung von Zeitzeugenbefragungen 

Erstellung von Beiträgen für die Zeitschrift „Hürther Heimat“

 Beschäftigung mit denkmalpflegerischen Problemen

Gemeinsame Bearbeitung und Diskussion
historischer und aktueller Projekte 

Organisation öffentlicher Vorträge zu interessanten Themen der Stadt-, Regional- und allgemeinen Geschichte

Ferner hieß es in dem damaligen Einladungsschreiben:
„Im übrigen sind den Ideen und Initiativen der Arbeitskreismitglieder keine
Grenzen gesetzt.“ Im Laufe der Jahre ist gemäß diesem Motto sowohl in
Einzel- als auch Gruppenarbeit eine Vielzahl von Projekten zur Hürther
Geschichtsforschung
realisiert worden. Um nur einige zu nennen:

Der Wiederbeginn des politischen Lebens in Hürth nach 1945 

Hürther Industriegeschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts 

Sprach- und kulturgeschichtliche Untersuchungen zur Hürther Mundart 

Ortsmonografien der Hürther Stadtteile 

Geschichte der Hürther Mühlen 

Das Rekonstruktionsprojekt Kloster Burbach 

Geschichte der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg u.v.m. 

Fast alle Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten sind - unter Anwendung
fachwissenschaftlicher Methodik - dokumentiert und
in den "HÜRTHER BEITRÄGEN zur Geschichte, Kultur und Regionalkunde" (ehemals "Hürther Heimat") publiziert worden.

Aber auch praxisorientierte Geschichtsarbeit kam dabei nicht zu kurz. Z.B. bieten
Mitglieder des Arbeitskreises regelmäßig (Fahrrad-) Exkursionen zu
bestimmten Geschichtsthemen
an:

      Auf den Spuren der Römer in Hürth

      Spuren des Zweiten Weltkrieges im Hürther Stadtbild

      Das Eisenbahn- und Schienennetz für den Personen- und Güterverkehr

      Historische Stadtteilführungen u.v.m.

 

Als ganz besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit hat sich von Anfang an der
Denkmalschutz herauskristallisiert, der sich – um es vorsichtig zu formulieren –
bei den dafür Verantwortlichen in der Stadtverwaltung nicht immer in den besten
Händen befand. Nachbargemeinden wie Brühl sind uns da um Längen voraus.
Um die Öffentlichkeit für die Bedeutung von Denkmälern im Stadtbild zu
sensibilisieren, entwickelt der Arbeitskreis jedes Jahr Ideen zur Gestaltung des
Tages des offenen Denkmals
, an dessen Organisation und Durchführung er
sich tatkräftig beteiligt. Dabei arbeitet er eng mit dem Archiv der Stadt zusammen.

 

Leider konnten die Profanierung und der Verkauf der St.-Ursula-Kirche in Hürth-Kalscheuren nicht verhindert werden. Die im Kompromiss zwischen Oberer und Unterer Denkmalbehörde (Stadt Hürth) und altem (Kath. Kirche) und neuem (Reiter) Besitzer ausgehandelten und vereinbarten Maßnahmen zum Schutz dieses Denkmals sind noch nicht umgesetzt.

 

Stattdessen umgibt neuerdings ein hässlicher Stahlgitterzaun das Bauwerk, von dem der Kirchenbauexperte Dr. Helmut Fußbroich in seinem Aufsatz in der „Hürther Heimat“ sagt, dass sich in ihm „barocke Helligkeit und Beschwingtheit mit dem Form- und Raumverständnis der Gegenwart zu einem Abbild des Himmels von einzigartiger Schönheit verbinden“. Viel wird davon nicht mehr übrig bleiben! (mg)

  Bericht über die Aktion "Stolpersteine" in Hürth bitte hier klicken.

Um die vielfältigen Aktivitäten zu koordinieren, treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreises etwa drei- bis viermal jährlich zu einer Sitzung im Löhrerhof, Lindenstr. 20 in 50354 Alt-Hürth. Dabei sind Gäste und neue Mitglieder immer sehr herzlich willkommen. Die Mitarbeit steht allen Interessierten offen, auch wenn sie nicht Mitglied im Heimat- und Kulturverein sind.

 

Leiter des Arbeitskreises 
und Kontakt:     

Stephan Renner 
Tel.: 02233 8053824
renner-huerth@gmx.de